Die Symphonie des Grauens
Im Jahr 1922 schuf der deutsche Regisseur Friedrich Wilhelm Murnau einen Stummfilm, der in die Geschichte des Horrorfilms eingehen sollte. Sein „Nosferatu – Eine Symphonie des Grauens“ gilt als einer der Klassiker des Horrorfilmgenres. Bei diesem Stummfilm handelt es sich um eine nicht autorisierte Adaption von Bram Stokers weltberühmtem Roman „Dracula“. Der Film gilt aufgrund seiner großartigen Inszenierung als eines der wichtigsten Werke der Weimarer Republik und als eines der ersten Werke des Horrorfilmgenres. Aufgrund eines Urheberrechtsstreites wäre er 1925 beinahe komplett vernichtet worden. Zahlreiche Schnittversionen des Films konnten jedoch überleben. Heute ist der Film in mehreren restaurierten Fassungen verfügbar und steht bei Kritikern und Filmfans gleichermaßen hoch im Kurs. Doch worum geht es in „Nosferatu“ eigentlich?
Liebe und Schrecken
Thomas Hutter arbeitet als Sekretär in einem Maklerbüro in der Hafenstadt Wisborg und lebt in glücklicher Ehe mit seiner schönen Frau Ellen. Im Auftrag seines Chefs begibt er sich auf eine Dienstreise nach Transsylvanien. Dort soll er mit dem Grafen Orlok verhandeln, der ein Haus in Wisborg kaufen möchte. Spät in der Nacht trifft er in dessen unheimlicher Behausung ein und unterzeichnet mit dem seltsamen Grafen den Kaufvertrag. Beim Erwachen am nächsten Morgen bemerkt Hutter kleine rote Male an seinem Hals und stellt mit Schrecken fest, dass er zu einem Vampir geworden ist. Fluchtartig eilt er aus dem Schloss, um seine Frau und die Bewohner Wisborgs vor der drohenden Gefahr zu schützen, die von Graf Orlok ausgeht. Doch es ist zu spät: Orlok trifft wenige Zeit später in Wisberg ein und bringt Pest und Unheil über die Bewohner. Hutters Frau Ellen opfert sich, um das schreckliche Schicksal von der Stadt abzuwenden. Sie gibt sich dem Vampir hin, woraufhin die Pest besiegt werden kann und der Vampir Orlok stirbt.
Die Erzeugung des Grauens
In „Nosferatu“ kommen zahlreiche Techniken zum Einsatz, um eine gruselige Stimmung zu erzeugen. Auffallend sind vor allem die im Low-Key-Stil gehaltenen Szenen, bei denen nur einzelne Bereiche oder Protagonisten ausgeleuchtet sind, während der Rest des Bildes in der dämmernden Dunkelheit liegt und eine düstere Atmosphäre erzeugt.
Themen: Horror
Keine Kommentare »
« Das Grauen auf der Leinwand | Zur Startseite | Das Fantasy-Filmfest »

